Ablauf der Therapie

Viele Eltern fragen sich, wie eine Psychotherapie abläuft und was sie und ihr Kind in der Praxis erwartet.

Im Folgenden möchte ich Ihnen den üblichen Ablauf vom ersten Telefonat bis zum möglichen Beginn einer Therapie kurz erklären.

Dabei ist wichtig zu wissen:
Jede Situation ist individuell. Der genaue Ablauf kann deshalb im Einzelfall etwas variieren.

1. Erstes Telefonat

Die Kontaktaufnahme erfolgt meist durch Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen während meiner telefonischen Sprechstunde.

Jugendliche oder junge Erwachsene können sich selbstverständlich auch selbst bei mir melden.

In diesem Gespräch können wir bereits:

- erste Fragen klären

- kurz über die aktuelle Situation sprechen

- besprechen, ob eine Vorstellung in meiner Praxis sinnvoll sein könnte

Wenn wir uns eine Zusammenarbeit vorstellen können, vereinbaren wir erste Termine.

2. Erstgespräch

Beim Erstgespräch lernen wir uns zunächst kennen.

Die Eltern sind anwesend, im Mittelpunkt steht jedoch das Kind oder der Jugendliche.

Mir ist wichtig, dass:

- Kinder sich in der Praxis wohlfühlen

- nicht schlecht über sie gesprochen wird

- sie selbst entscheiden dürfen, was und wie viel sie erzählen möchten

Vertrauen braucht Zeit.

Ich stelle mich vor und erkläre unter anderem auch, was Schweigepflicht bedeutet.

Wir sprechen zum Beispiel darüber:

- was das Kind gerne macht oder gut kann

- welche Wünsche oder Ziele es gibt

- was aktuell schwierig ist

Je nach Alter und Situation spielen wir etwas, schauen gemeinsam ein Buch an oder führen ein Gespräch.

Das Erstgespräch dauert 50 oder 75 Minuten und findet meist vormittags statt.

Am Ende besprechen wir gemeinsam, ob weitere Termine zur Diagnostik sinnvoll sind.

In der Regel erhalten Sie außerdem Fragebögen, die von Eltern, Lehrkräften oder Jugendlichen ausgefüllt werden.

 

Bitte bringen Sie zum Erstgespräch die Krankenversichertenkarte, die Einverständniserklärung aller Sorgeberechtigten oder eine Bescheinigung über das alleinige Sorgerecht und die beiden ausgefüllten Fragebögen zu allgemeinen Patientendaten und zur Entwicklungsgeschichte mit.

3. Elterngespräch (Anamnese)

Beim nächsten Termin kommen die Eltern ohne das Kind.

Hier geht es um die bisherige Entwicklung des Kindes von der Schwangerschaft bis heute. Dies nennt man biografische Anamnese.

Wir sprechen außerdem über die aktuelle familiäre Situation.

Da Eltern eine wichtige Rolle für die Entwicklung ihres Kindes spielen, ist es mir wichtig, auch Sie gut kennenzulernen, um Sie bestmöglich unterstützen zu können.

Bei getrennt lebenden Eltern können bei Bedarf separate Gesprächstermine vereinbart werden.

 

Bitte bringen Sie nach Möglichkeit mit:

das gelbe U-Heft

vorhandene Arztberichte 

Zeugnisse 

4. Diagnostik

Im Anschluss folgen einige Termine zur psychologischen Diagnostik.

Welche Untersuchungen durchgeführt werden und wie viele Termine nötig sind, hängt vom jeweiligen Anliegen ab.

Mögliche Bestandteile der Diagnostik sind zum Beispiel:

Gespräche mit dem Kind oder Jugendlichen

Spielbeobachtungen (bei jüngeren Kindern)

Leistungsdiagnostik („Knobeltests“)

Konzentrationstests

Fragebögen

Schulleistungstests bei Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben oder Rechnen

Bei Verdacht auf Autismus kann eine ADOS-Testung durchgeführt werden.

Manchmal ist es zusätzlich sinnvoll, mit Lehrkräften oder Erzieher*innen zu sprechen. Dafür braucht es die Entbindung von der Schweigepflicht:

Bitte bringen Sie die Fragebögen ausgefüllt wieder mit.

5. Therapie-planung

Nach Abschluss der Diagnostik besprechen wir gemeinsam die Ergebnisse.

Meist sind hier Eltern und Kind gemeinsam anwesend.

Ich erläutere dabei:

meine Eindrücke aus den Gesprächen und Tests

mögliche Ursachen der Schwierigkeiten

welche Unterstützung hilfreich sein kann

Das kann zum Beispiel sein:

- Ergotherapie

- Logopädie

- Lerntherapie

- Schulbegleitung

- Familienhilfe

oder eine Psychotherapie. 

Wenn Sie und Ihr Kind sich für eine Psychotherapie in meiner Praxis entscheiden, halten wir im Therapievertrag fest:

- welche Ziele erreicht werden sollen

- welche Schritte dafür hilfreich sein können

6. Einzel- oder Gruppen-Psychotherapie

Ich biete sowohl Einzelpsychotherapie als auch Gruppenpsychotherapie an.
Auch eine Kombination beider Formen ist möglich.

Eine Einzelsitzung dauert 50 Minuten und findet in der Regel einmal wöchentlich statt.
Eine Gruppensitzung dauert 100 Minuten und findet wöchentlich oder alle 14 Tage statt. 

Eine Kurzzeittherapie umfasst bis zu 24 Sitzungen mit dem Kind sowie zusätzliche Termine mit Bezugspersonen.

Eine Langzeittherapie kann bis zu 80 Sitzungen umfassen.

Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.

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